Siebzehn
Summa
summarum siebzehn Osterhasen hat der Osterhase bei uns versteckt, verloren,
vorbeigebracht, für unsere Racker dagelassen, deponiert oder mitgegeben. Siebzehn Osterhasen
und viel zu wenig feine Schokoladen-Eier.
Was wäre wohl der Fall wenn wir, FRAU Ka. und ihr Mann, vier Kinder hätten?
Wäre es dann auch die doppelte Menge an Osterhasen, die unsere Küche schmückten
oder würde der Osterhase dann endlich vernünftiger mit der Einteilung seiner
Schokoladenhasen umgehen?
FRAU Ka. weiß es nicht!
FRAU Ka.
hat recht flott die Initiative ergriffen und das Ziel verfolgt, möglichst viele
der Hasen wieder unter das Volk zu mischen, zu resozialisieren, so zu sagen.
7 Osterhasen sind übrig geblieben! Eine ganze Osterhasen-Familie und die warten
nun auf ihr Ende!
Eigentlich
liegen im Schokoladenfach von Frau Ka. noch vier Nikoläuse rum und warten auf
den Verzehr. Die anderen (immerhin nur elf!) sind schon einem Schokoladenfondue
und diversen Kuchenglasuren zum Opfer gefallen. Den Osterhäschen wird wohl oder
übel dasselbe Schicksal zuteil werden.
Hier wird FRAU Ka. ihre Mütterrunde einladen. Zum Schokoladenfondue! Frische
Früchte, Apfelschnitz und Ananas und Banane und Kastanien und Trauben, dazu
feinste Schokolade mit Sahne verfeinert und langsam geschmolzen – hmmmm –
lecker! Schreit ganz nach – 5 Sekunden Genuss auf der Zunge und weitere 300 g
auf den Rippen. Dazu ein Gläschen Prosecco in Ehren, das kann uns keiner
verwehren! Schließlich müssen wir beim Müttertreff auch immer fest unseren
Nachwuchs hüten und dafür braucht FRAU bekanntlich mal mehr und mal weniger
– gute Nerven!
Unsere Osterhasen waren auf jeden Fall sehr fleißig und konnten auch so einiges tragen. Im Prinzip gibt es an Ostern nur Kleinigkeiten. Nix weltenbewegendes.
Der kleine Sohn von FRAU Ka. beschäftigte sich schon seit mehr als acht Wochen sehr intensiv mit dem Osterhasen. Ziemlich genau seit dem Tag an dem wir damals einkaufen waren und die Osterhasen schon in den Regalen rumstanden! Immer wenn er einen zwischen die Finger bekam, kam er auf mich zu, grinste meist verschmitzt und fragte mich: „Mama, wann kommt den der endlich bei uns vorbei?“ Am Anfang musste ich immer noch sagen: „Oh, das dauert noch ein ganzes Weilchen“ und irgendwann konnte ich dann endlich sagen: „Nur noch sechs mal schlafen!“ Das brachte meinen Kleinen zum strahlen!
Eines schönen Nachmittags, als wir uns wieder mal mit dem Osterhasenthema in der Küche auseinander setzten und wir dachten meine beiden Racker spielen schön nebenan, mischte sich mein Kleiner in das Gespräch mit ein und fragte, hinter der Tür hervor spitzelnd: „Mama, meinst Du der Osterhase ist stark genug und kann eine kleine Pistenraupe tragen und verstecken? Nur eine Kleine!“
Nun – der Osterhase hat es geschafft! Und nun ist die Pistenraupe für mich manchmal ein dankbares Werkzeug den jungen Mann in seine Schranken zu weisen. Denn eine konfiszierte Pistenraupe ist so gar nicht nach seinem Geschmack.
Danke – lieber Osterhase, dass Du so feine Leckereien und Geschenke gebracht hast. Das nächste mal aber bitte weniger Hasen und mehr Eier!