Eintrag vom: 24.08.2009
Das Ferkel
In meiner Familie wird – und dies ist eine ganz unbestrittene Tatsache – gerne gegessen! Koche ich in der Küche was Feines für die hungrigen Bäuche und unsere eh nicht allzu dünnen Rippen – und zieht sich der Duft des Kochens gemächlich, genüsslich von Raum zu Raum, dauert es nicht lange und einer nach dem anderen kommt aus seinem Winkeln hervor gekrochen.
Sie riechen und schmecken und lecken sich die Münder. Das Wasser läuft ihnen im Mund zusammen. Die Zunge bleibt fast am Gaumen kleben. Die Gier steht in ihren Augen! Sie reiben sich die dicken Bäuche! Scharren vor Ungeduld mit den Füßen und sitzen schneller am Tisch als ich: “Essen ist fertig!“ rufen kann.
Jegliche Festivität wird toute de suite beim Schopfe gepackt, um ein Familienessen einzuberufen. In unserer Sippschaft wird noch richtig gekocht. Fertiggerichte kommen uns nicht ins Haus! Auch FRAU Ka. ist sehr verfressen und will sich ausschließlich an gutem Essen laben.
Es gibt leckerste Soßen mit viel Sahne verfeinert oder große Bier-Schweinebraten, ofenknusprig aus dem Rohr. Dazu selber geknödelte Brotknödel und feines Blaukraut. Rinderbraten mit schmackhafter Karrottensoße wie nur Muttern sie machen kann. Dicke Lasagne mit hausgemachten Lasagne-Nudeln. Kässpätzle mit echtem alten Bergkäs und braun gerösteten Zwiebeln. Selber gemachtes Brot, Pfannkuchen wie von Großmuttern gebacken, echten Gugelhopf und viele andere Köstlichkeiten!
Und manchmal – die Krönung unter den Ferkeln!
Spanferkel! Jung und zart, saftig, fleischig, frisch vom Spieß! Ein kleines Ferkelchen für uns auf unserem gefräßigen Tisch. Mit Bier aufgegossen. Andächtig, mit gewetzten Messern in der rechten Hand und großen Fleischgabeln in der Linken, saßen wir um das junge Schwein herum und dankten Gott für die Speise, die er uns gegeben hat. Speichel tropfte allen aus dem Munde, bis endlich der Spanferkel-Zerleger-Chef die einzelnen Leckereien auf die Teller verteilte. Ein Stück von der Haxe oder doch lieber vom Bauch? Zartestes Bauchfleisch, fast ganz ohne Fett. Oder doch lieber ein Ripple? Oder gar eine ganze Sparrib-Reihe? Alles überzogen mit feinster Schweinekruste.
Stille trat ein!
Kaum jemand redete noch. Schweigend genossen wir unser Mahl. Ferkelstückchen für Ferkelbröckchen wanderte auf der Gabel zum Mund. Die Kieferknochen fingen zu arbeiten an. Der Geschmackssinn tat sein übriges. Überwältigt von soviel Genuss traten den Männern der Tafel die Tränen in die Augen. Uns Frauen erging es nicht viel anders. So gutes und so saftiges Fleisch hatten wir schon lange nicht mehr gegessen! Wir dankten dem Schweinchen für sein Dasein.
Wir aßen und fraßen und schmatzten und schmotzten. Wir kauten und mahlten und manch einer rülpste zwischendurch offen hinter hervorgehaltener Hand. Wir schafften das ganze Ferkel! Nichts blieb übrig! Ein paar kleine Ripplein und abgenagte Haxenknochen bildeten ein armseliges Häufchen auf der Spanferkelplatte.
Dafür waren unsere Bäuche kugelrund. Reisverschlüsse wurden geöffnet und Hemdkragen geweitet. Schweißtropfen von der Stirn gewischt, ein Aufatmen ging durch die Reihen. Zweifellos eine der besten Mahlzeiten seit langer, langer Zeit!
Und wenn sie uns nun fragen, ob wir Kannibalen sind, so können wir diese Frage getrost mit „Nein!“ beantworten. Der Genuss eines Spanferkels gehört nicht darunter!
Sie riechen und schmecken und lecken sich die Münder. Das Wasser läuft ihnen im Mund zusammen. Die Zunge bleibt fast am Gaumen kleben. Die Gier steht in ihren Augen! Sie reiben sich die dicken Bäuche! Scharren vor Ungeduld mit den Füßen und sitzen schneller am Tisch als ich: “Essen ist fertig!“ rufen kann.
Jegliche Festivität wird toute de suite beim Schopfe gepackt, um ein Familienessen einzuberufen. In unserer Sippschaft wird noch richtig gekocht. Fertiggerichte kommen uns nicht ins Haus! Auch FRAU Ka. ist sehr verfressen und will sich ausschließlich an gutem Essen laben.
Es gibt leckerste Soßen mit viel Sahne verfeinert oder große Bier-Schweinebraten, ofenknusprig aus dem Rohr. Dazu selber geknödelte Brotknödel und feines Blaukraut. Rinderbraten mit schmackhafter Karrottensoße wie nur Muttern sie machen kann. Dicke Lasagne mit hausgemachten Lasagne-Nudeln. Kässpätzle mit echtem alten Bergkäs und braun gerösteten Zwiebeln. Selber gemachtes Brot, Pfannkuchen wie von Großmuttern gebacken, echten Gugelhopf und viele andere Köstlichkeiten!
Und manchmal – die Krönung unter den Ferkeln!
Spanferkel! Jung und zart, saftig, fleischig, frisch vom Spieß! Ein kleines Ferkelchen für uns auf unserem gefräßigen Tisch. Mit Bier aufgegossen. Andächtig, mit gewetzten Messern in der rechten Hand und großen Fleischgabeln in der Linken, saßen wir um das junge Schwein herum und dankten Gott für die Speise, die er uns gegeben hat. Speichel tropfte allen aus dem Munde, bis endlich der Spanferkel-Zerleger-Chef die einzelnen Leckereien auf die Teller verteilte. Ein Stück von der Haxe oder doch lieber vom Bauch? Zartestes Bauchfleisch, fast ganz ohne Fett. Oder doch lieber ein Ripple? Oder gar eine ganze Sparrib-Reihe? Alles überzogen mit feinster Schweinekruste.
Stille trat ein!
Kaum jemand redete noch. Schweigend genossen wir unser Mahl. Ferkelstückchen für Ferkelbröckchen wanderte auf der Gabel zum Mund. Die Kieferknochen fingen zu arbeiten an. Der Geschmackssinn tat sein übriges. Überwältigt von soviel Genuss traten den Männern der Tafel die Tränen in die Augen. Uns Frauen erging es nicht viel anders. So gutes und so saftiges Fleisch hatten wir schon lange nicht mehr gegessen! Wir dankten dem Schweinchen für sein Dasein.
Wir aßen und fraßen und schmatzten und schmotzten. Wir kauten und mahlten und manch einer rülpste zwischendurch offen hinter hervorgehaltener Hand. Wir schafften das ganze Ferkel! Nichts blieb übrig! Ein paar kleine Ripplein und abgenagte Haxenknochen bildeten ein armseliges Häufchen auf der Spanferkelplatte.
Dafür waren unsere Bäuche kugelrund. Reisverschlüsse wurden geöffnet und Hemdkragen geweitet. Schweißtropfen von der Stirn gewischt, ein Aufatmen ging durch die Reihen. Zweifellos eine der besten Mahlzeiten seit langer, langer Zeit!
Und wenn sie uns nun fragen, ob wir Kannibalen sind, so können wir diese Frage getrost mit „Nein!“ beantworten. Der Genuss eines Spanferkels gehört nicht darunter!