Eintrag vom: 02.05.2009
Rechtzeitig zum Papatag
Neulich war es wieder mal soweit. Unser Papa hatte Papatag! Netterweise durfte FRAU am Morgen länger liegen bleiben und der Papa hat sich selber um die Racker und das Frühstück gekümmert.
Alle dreie vorne in der Küche und unser Töchterlein, wie kann es auch anders sein, schmiss eine Pippi Langstrumpf Hörspielfolge in die Anlage rein. Pippi Langstrumpf und die Seeräuber.
Alles war wunderbar und alle waren recht zufrieden! Irgendwann meinte unsere Tochter zu ihrem Papa: „Und wenn der Tommi dann mal groß ist, dann wird er Seeräuber.“ Mein Mann zu ihr: „Und du, was wirst du wenn du mal groß bist?“ „Ich, ich will auch ein Seeräuber sein!“ Mein Mann wieder: „Und was wird die Anika? Darf die auch Seeräuber werden?“ Die Zuckerschnecke überlegte ein kleines bisserl und entscheidet dann: „Nein, die Anika, die wird kein Seeräuber. Die putzt das Schiff!“
Soviel zur Rollenverteilung! Und dabei ist unsere Kleine noch keine drei Jahre alt. Zugegeben, Anika putzt wirklich gerne. Sie schrubbt dreckige Pippi-Füße, sie wäscht ihren Bruder vom Hals bis zu den Zehen, sie will sogar dem Hausierer Konerad seine Ohren putzen, aber der macht sich dann doch lieber aus dem Staub. Dabei kann die arme Anika doch überhaupt nichts dafür! Ihre Mutter ist schuld! Ihre Mutter lebt ihr diese Putzerei vor und Anika kann gar nicht anders, als in ihre Fußstapfen zu steigen.
Unsere Tochter hat die arme Anika auf jeden Fall durchschaut! Ich mache mir allerdings keine Sorgen, dass sie sich zu einer Anika entwickeln könnte. FRAU Ka. ist selbst viel lieber Seeräuber!!! Aus tiefstem Herzen verachte ich die Putzerei!
Die Freude meines Mannes jedoch war unbeschreiblich! Seine kleine Tochter hatte in diesem Alter schon das Prinzip der Rollenverteilung kapiert. Männer sind zum Geldanschaffen da und Frauen putzen und halten den Haushalt in Ordnung! Und das alles sogar noch am Papatag! Herz, was willst du mehr?
Den ganzen lieben langen Tag betrachtete er schmunzelnd oder lächelnd sein Töchterlein. Mit stolz geschwellter Brust erzählte er überall wohin wir kamen die Geschichte von Anika und dem geputzten Schiff! Sogar wildfremde Menschen, die wir beim Fahrradfahren trafen kamen in den Genuss der Storry. Die werden sich alle gedacht haben: Arme Frau und arme Kinder! Mit so einem unemanzipierten Männerschwein, ganz modern aussehend aber allem Anschein nach noch vom echt alten Schlag, einer von der ganz konservativen Seite, möchte ich nicht verheiratet sein.
Am nächsten Tag allerdings nahm er sie bei der Hand und führte sie in mein Büro. Er zeigte ihr meinen Schreibtisch und meinen Rechner und meine Ordner und Ablagen und erklärte ihr, dass es viel einfacher sei zu arbeiten, als zu putzen! Dass beim Arbeiten viel mehr für einen rausspringt als bei der Scheissputzerei und dass ihre Mama oft am Abend noch, wenn alle schon fest schliefen, neben dem Haushalt und dem ganzen Käse, ihrer richtigen Arbeit nachgeht. Er rettete dabei meine Ehre, obwohl die ja eigentlich gar nicht angekratzt war. Schließlich haben die Mutter von Anika und ich – nichts gemein!
Alle dreie vorne in der Küche und unser Töchterlein, wie kann es auch anders sein, schmiss eine Pippi Langstrumpf Hörspielfolge in die Anlage rein. Pippi Langstrumpf und die Seeräuber.
Alles war wunderbar und alle waren recht zufrieden! Irgendwann meinte unsere Tochter zu ihrem Papa: „Und wenn der Tommi dann mal groß ist, dann wird er Seeräuber.“ Mein Mann zu ihr: „Und du, was wirst du wenn du mal groß bist?“ „Ich, ich will auch ein Seeräuber sein!“ Mein Mann wieder: „Und was wird die Anika? Darf die auch Seeräuber werden?“ Die Zuckerschnecke überlegte ein kleines bisserl und entscheidet dann: „Nein, die Anika, die wird kein Seeräuber. Die putzt das Schiff!“
Soviel zur Rollenverteilung! Und dabei ist unsere Kleine noch keine drei Jahre alt. Zugegeben, Anika putzt wirklich gerne. Sie schrubbt dreckige Pippi-Füße, sie wäscht ihren Bruder vom Hals bis zu den Zehen, sie will sogar dem Hausierer Konerad seine Ohren putzen, aber der macht sich dann doch lieber aus dem Staub. Dabei kann die arme Anika doch überhaupt nichts dafür! Ihre Mutter ist schuld! Ihre Mutter lebt ihr diese Putzerei vor und Anika kann gar nicht anders, als in ihre Fußstapfen zu steigen.
Unsere Tochter hat die arme Anika auf jeden Fall durchschaut! Ich mache mir allerdings keine Sorgen, dass sie sich zu einer Anika entwickeln könnte. FRAU Ka. ist selbst viel lieber Seeräuber!!! Aus tiefstem Herzen verachte ich die Putzerei!
Die Freude meines Mannes jedoch war unbeschreiblich! Seine kleine Tochter hatte in diesem Alter schon das Prinzip der Rollenverteilung kapiert. Männer sind zum Geldanschaffen da und Frauen putzen und halten den Haushalt in Ordnung! Und das alles sogar noch am Papatag! Herz, was willst du mehr?
Den ganzen lieben langen Tag betrachtete er schmunzelnd oder lächelnd sein Töchterlein. Mit stolz geschwellter Brust erzählte er überall wohin wir kamen die Geschichte von Anika und dem geputzten Schiff! Sogar wildfremde Menschen, die wir beim Fahrradfahren trafen kamen in den Genuss der Storry. Die werden sich alle gedacht haben: Arme Frau und arme Kinder! Mit so einem unemanzipierten Männerschwein, ganz modern aussehend aber allem Anschein nach noch vom echt alten Schlag, einer von der ganz konservativen Seite, möchte ich nicht verheiratet sein.
Am nächsten Tag allerdings nahm er sie bei der Hand und führte sie in mein Büro. Er zeigte ihr meinen Schreibtisch und meinen Rechner und meine Ordner und Ablagen und erklärte ihr, dass es viel einfacher sei zu arbeiten, als zu putzen! Dass beim Arbeiten viel mehr für einen rausspringt als bei der Scheissputzerei und dass ihre Mama oft am Abend noch, wenn alle schon fest schliefen, neben dem Haushalt und dem ganzen Käse, ihrer richtigen Arbeit nachgeht. Er rettete dabei meine Ehre, obwohl die ja eigentlich gar nicht angekratzt war. Schließlich haben die Mutter von Anika und ich – nichts gemein!