Eintrag vom: 20.02.2009
Hü & Hott
Wer kennt das nicht? Ich in meiner Rolle als Mama sage: „Hü!“, mein Mann, in seiner Rolle als Papa sagt im gleichen Atemzug: „Hott!“. Stille! Pause! Schweigen ist angesagt. Erst mal kurz Luft holen.
Verwirrte Blicke seitens der Kinder. Verunsicherte Blicke von dort unten zu uns nach oben. Von einem Elternteil zum anderen. Ja was den nun? Die armen Kinder! An wem sollen sie sich nun orientieren? An welchem Maßstab zählen denn die wichtigen Dinge? Wie sollen sie sich entscheiden? Mamagerecht oder Papagerecht – oder lieber doch den eigenen Kopf durchsetzten. Weil – wenn die beiden sich schon nicht einig sind, wer dann?
Solche Situationen sind bei uns irgendwie alltäglich. Wobei – meist treten sie gehäuft auf. Entweder gleich dreimal am Tag, wenn nicht sogar viermal innerhalb einer Stunde. Oder aber so gut wie überhaupt nicht. Es ist durchaus möglich, dass wir, wenn wir ein tolles Wochenende haben oder einen tollen Tag oder überhaupt wenn es jedem von uns so richtig reinläuft, wir auch zu zweit in das gleiche Horn blasen. Fakt ist, es geht hier wieder mal um das Stressbarometer.
Ja, ja der Stress, was FRAU Ka. auf diesen doch alles schieben kann. Tatsächlich jedoch stimmt die Regel, ... nun ja, wenn ich mir das so genauer überlege gibt es eigentlich vier verschiedene Regel-Fälle.
Der erste Fall (und wahrscheinlich für unsere Kinder – the worst case): Wir sind beide gestresst! Würde man die beiden in diesem Fall auf einen Logeplatz während eines spannendem Tennisspieles setzten, die Köpfe flögen mit wehenden Haaren von der einen Tennisplatzhälfte über das Netz zur anderen Tennisplatzhälfte. Unser Match: Ich, harter Aufschlag: „Hü!“, er schmettert den kleinen, runden, gelben Ball mit einer krass angeschnittenen Vorderhand: „Hott!“ zurück, „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... bis eines unserer beiden Goldstücke uns das Spiel aus der Hand nimmt und den Sieg für sich entscheidet.
Der zweite Fall: Er ist gestresst, ich bin relaxed! Er zieht durch: „Hott!“, für mich aus heiterem Himmel und schmettert seinen Ball exakt, um fünf Millimeter genau an die Linie, unerreichbar. Ich verwundert und ein bisserl zaghaft, die Kampfeslust noch nicht riechend, so einen larrifarri Ball: „Hü!“ über das Netz schlagend, der leider viel zu hoch kommt und von ihm prompt in einen Schmetterball „HOTT!“ verwandelt wird. Ich – nun nicht mehr verwundert oder gar zaghaft, ich – nun eher säuerlich! Krasser Aufschlag in die vordere Außenecke des kleinen Aufschlagfeldes: „HÜ!“. Gekonnt platziert und auch für Männer mit langen Beinen und langen Armen nicht mehr erreichbar. Das Ende des Spieles, sie ahnen es schon: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ...
Der dritte Fall: Er ist relaxed, ich gestresst! Ohne viele Worte zu machen, auch hier landen wir bei: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... FRAU ist nicht unbedingt viel besser damit, ihren Stress in solch einer Situation meisterhaft zu kontrollieren. Auch hier werden unsere Goldstücke das Spiel gewinnen. Ohne sich groß anstrengen zu müssen. Die beiden Elternteile setzen sich lieber gegenseitig außer Gefecht, als eine gekonnte, gemeinschaftliche Erziehungsmethode an den Tag zu legen.
Der vierte Fall: WIR – sind beide total relaxed! In diesem Fall, stehen WIR, ich und mein Mann, im Doppel auf der einen Hälfte des Platzes. Unsere Kinder ganz klein in weiter Ferne hinter dem Netz ziemlich genau an der hintersten Linie und egal wie sie sich sportlich drehen und wenden oder gar versuchen raffiniert einen von uns beiden auszuspielen: WIR beherrschen den Platz. WIR sind das perfekte Doppel! Gemeinsam „Hü!“, gemeinsam „Hott!“ Keine Chance für das junge Gemüse!!! Spiel, Satz und SIEG!!!
Verwirrte Blicke seitens der Kinder. Verunsicherte Blicke von dort unten zu uns nach oben. Von einem Elternteil zum anderen. Ja was den nun? Die armen Kinder! An wem sollen sie sich nun orientieren? An welchem Maßstab zählen denn die wichtigen Dinge? Wie sollen sie sich entscheiden? Mamagerecht oder Papagerecht – oder lieber doch den eigenen Kopf durchsetzten. Weil – wenn die beiden sich schon nicht einig sind, wer dann?
Solche Situationen sind bei uns irgendwie alltäglich. Wobei – meist treten sie gehäuft auf. Entweder gleich dreimal am Tag, wenn nicht sogar viermal innerhalb einer Stunde. Oder aber so gut wie überhaupt nicht. Es ist durchaus möglich, dass wir, wenn wir ein tolles Wochenende haben oder einen tollen Tag oder überhaupt wenn es jedem von uns so richtig reinläuft, wir auch zu zweit in das gleiche Horn blasen. Fakt ist, es geht hier wieder mal um das Stressbarometer.
Ja, ja der Stress, was FRAU Ka. auf diesen doch alles schieben kann. Tatsächlich jedoch stimmt die Regel, ... nun ja, wenn ich mir das so genauer überlege gibt es eigentlich vier verschiedene Regel-Fälle.
Der erste Fall (und wahrscheinlich für unsere Kinder – the worst case): Wir sind beide gestresst! Würde man die beiden in diesem Fall auf einen Logeplatz während eines spannendem Tennisspieles setzten, die Köpfe flögen mit wehenden Haaren von der einen Tennisplatzhälfte über das Netz zur anderen Tennisplatzhälfte. Unser Match: Ich, harter Aufschlag: „Hü!“, er schmettert den kleinen, runden, gelben Ball mit einer krass angeschnittenen Vorderhand: „Hott!“ zurück, „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... bis eines unserer beiden Goldstücke uns das Spiel aus der Hand nimmt und den Sieg für sich entscheidet.
Der zweite Fall: Er ist gestresst, ich bin relaxed! Er zieht durch: „Hott!“, für mich aus heiterem Himmel und schmettert seinen Ball exakt, um fünf Millimeter genau an die Linie, unerreichbar. Ich verwundert und ein bisserl zaghaft, die Kampfeslust noch nicht riechend, so einen larrifarri Ball: „Hü!“ über das Netz schlagend, der leider viel zu hoch kommt und von ihm prompt in einen Schmetterball „HOTT!“ verwandelt wird. Ich – nun nicht mehr verwundert oder gar zaghaft, ich – nun eher säuerlich! Krasser Aufschlag in die vordere Außenecke des kleinen Aufschlagfeldes: „HÜ!“. Gekonnt platziert und auch für Männer mit langen Beinen und langen Armen nicht mehr erreichbar. Das Ende des Spieles, sie ahnen es schon: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ...
Der dritte Fall: Er ist relaxed, ich gestresst! Ohne viele Worte zu machen, auch hier landen wir bei: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... FRAU ist nicht unbedingt viel besser damit, ihren Stress in solch einer Situation meisterhaft zu kontrollieren. Auch hier werden unsere Goldstücke das Spiel gewinnen. Ohne sich groß anstrengen zu müssen. Die beiden Elternteile setzen sich lieber gegenseitig außer Gefecht, als eine gekonnte, gemeinschaftliche Erziehungsmethode an den Tag zu legen.
Der vierte Fall: WIR – sind beide total relaxed! In diesem Fall, stehen WIR, ich und mein Mann, im Doppel auf der einen Hälfte des Platzes. Unsere Kinder ganz klein in weiter Ferne hinter dem Netz ziemlich genau an der hintersten Linie und egal wie sie sich sportlich drehen und wenden oder gar versuchen raffiniert einen von uns beiden auszuspielen: WIR beherrschen den Platz. WIR sind das perfekte Doppel! Gemeinsam „Hü!“, gemeinsam „Hott!“ Keine Chance für das junge Gemüse!!! Spiel, Satz und SIEG!!!